Stafettenporträt

Lernen Sie die Musiker des MVT näher kennen...

 

Claudia Tillema – fasziniert von den tiefen und hohen Tönen der Klarinette

Schon früh kam Claudia mit Musik in Berührung: In der Primarschule lernte sie Blockflöte, später folgten sechs Jahre Klavierunterricht, geprägt von klassischer Literatur von Mozart über Beethoven bis Brahms und Bach. Auch ihre 13 Jahre im gemischten Chor in Chur hinterliessen Spuren. «Ein besonders unvergessliche Projekt war Die Zauberflöte», erinnert sie sich begeistert.

Zum Musikverein fand sie über eine Kollegin aus ihrer Zeit im Spital Langenthal. Eine gemeinsame Wanderung, ein Gespräch über musikalische Hobbys – und schon nahm die Geschichte ihren Lauf. Die Kollegin half ihr, ein Instrument und eine Lehrperson zu finden, und so begann sie mit 30 Jahren Klarinette zu spielen. Schon bald durfte sie im Verein mitwirken. Die ersten Jahre beschreibt sie als grosse Herausforderung, aber auch als Zeit, in der sie von ihren Registerkolleginnen und -kollegen unglaublich gut getragen wurde.

2003 zog Claudia in den Thurgau, ein Jahr später lernte sie den Musikverein Tägerwilen kennen und schätzen. Bis heute begleitet sie die Klarinette, die sie fasziniert, weil sie sowohl sehr tiefe als auch sehr hohe Töne hervorbringen kann. Was sie manchmal ärgert: «Ich habe mich stets mit den Noten durchgemogelt und das wird mir leider nun so manchmal zum Verhängnis. Die diversen Rhythmen fordern mich am meisten heraus.»

Neben der Musik verbringt sie gerne Zeit in der Natur: Wandern, Velofahren, Stand-up-Paddling, manchmal Langlaufen oder Skifahren. Sie geht zum Linedance, liest gerne – aber die Musik bleibt ein wichtiger emotionaler Anker. Sie sagt über die Musik: «Je nach Stück weckt es Emotionen. Sie kann tröstend sein, Erinnerungen aufleben lassen, einen zum Schmunzeln bringen.»

Besonders schätzt sie die Gemeinschaft, die Unterstützung ihres Registers und die klaren Strukturen im Vorstand. Seit der Schaffung von Departementen (vor zwei Jahren) empfindet sie den Zusammenhalt als gewachsen und die Aufgaben als besser verteilt. Dass sie seit letztem Jahr Ehrenmitglied (20 Jahre im Verein) ist, erfüllt sie mit Stolz. Sie war auch eine Zeit lang als Vizepräsidentin tätig.

Für die Zukunft wünscht sie sich, ihren Klang weiter zu verbessern, sicherer zu spielen und die Griffe endlich auswendig zu beherrschen – „weg von der Mogelei“, wie sie sagt.